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Le Tour de France newsletter,
Nr. 4, 6. April 2006
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http://www.le-tour.net
Bonjour und Guten Tag!
anbei mein monatlicher Newsletter für Euch Frankophile dort draussen,
wo
immer Ihr Euch auch grade aufhaltet. Wie jeden Monat gibt es hier die
Daten
meiner "Franzosen-Disco", CD-Tipps, Konzertdaten französischer
und
frankophoner Acts und mehr. Wie immer unvollständig und rein subjektiv,
versteht sich.
Neu ist: Ab sofort verlosen wir regelmässig in diesem Newsletter
französische/frankophone CDs (diesesmal die jüngsten Werke der
Saian Supa
Crew und von Katerine) und freie Eintritte!! Beachtet bitte Punkt 3,
Gewinnspiele. Wenn Ihr Bekannte habt, die den Newsletter auch haben möchten,
immer her mit den Mailadressen. Danke!
Wenn Ihr diesen monatlichen Newsletter nicht mehr bekommen möchtet,
dann
bitte einfach ein kurzes Rückmail: unsubscribe. Sonst freue ich mich
auch,
wenn Ihr die TOUR DE FRANCE weiterempfehlt. Danke!
Wir sehen uns, alles Gute und à bientôt
Thomas Bohnet
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Inhalt
1. Termine TOUR DE FRANCE
2. Sampler « LeTour »
3. Gewinnspiel : Freitickets und Cds zu gewinnen
4. Neue Franzosen-Cds: Jane Birkin, F. Hardy, Monsieur Gainsbourg, etc
5. Franzosen-Acts live
6. Sonstiges
7. Playlist
1. Tour de France Termine
Hier die bereits feststehenden Daten der nächsten Monate: Die Termine
findet
Ihr auch unter www.le-tour.net
In München gibt es die TOUR DE FRANCE bereits seit Mai 2000. Nachdem
das
zuerst im legendären Club 2 über die Bühne gegangen ist,
finden die Parties
nun seit drei Jahren einmal im Monat – immer der erste Freitag im
Monat!!! –
in der Muffathalle statt. Co-DJ ist dort meist mein junger bretonischer
Kollege DJ Leakim alias Mikael Bourdon. Seit Dezember 2005 findet die
Party
übrigens nicht mehr im Café sondern im grösseren Club
Ampere, gleich
nebenan, statt.
In Berlin steigen die Parties seit September 2003 einmal im Monat im Roten
Salon in der Volksbühne (für Auswärtige: direkt am Rosa-Luxemburg-Platz).
Seit diesem Jahr findet die TOUR DE FRANCE zudem alle zwei Monate in
Erlangen (E-Werk) und in Saarbrücken (im Club „Hellmut“
neben der Garage)
statt.
Mit dem legendären „Sinkkasten“ haben wir für Frankfurt
endlich auch eine
adäquate neue location gefunden, wo am Freitag, den 26. Mai die TOUR
DE
FRANCE zum vierten Mal in Frankfurt Station machen wird. Auf meinen dritten
Besuch in Regensburg (im Rahmen des französischen Filmfestivals am
6. Mai
freue ich mich auch ganz besonders!)
Andere Städte zwischen Konstanz und Hamburg, Zürich und Wien
stehen
unregelmässig auf dem Programm. Wer die Tour de France booken möchte.
Anfragen/Angebote bitte an thomas@target-concerts.de oder 089-22 83 660.
Fr 07. April 2006, München-Muffat-Ampere, Etappe 71
Sa 22. April 2006, Berlin-Roter Salon, Etappe 32
Fr 05. Mai 2006, München Muffat-Ampere, Etappe 72: 6 Jahre TOUR DE
France,
mit Liveband Mini Moustache
Sa 06. Mai 2006, Regensburg Leerer Beutel, Disco im Rahmen der Frz. Filmwoche
Fr 19. Mai, 2006, Erlangen, E-Werk, Etappe 4
Sa 20. Mai 2006, Berlin Roter Salon, Etappe 33
Fr 26. Mai 2006, Frankfurt Ort Sinkkasten
Sa 27. Mai 2006, Saarbrücken Hellmut, Etappe 4
2. "LeTour" CDs
Schon länger steht mein zweiter "Franzosen-Sampler"
LeTour – The Best In
French Alternative Music (der Untertitel hätte auch heissen können:
"das
Beste des Jungen Frankreichs" oder ähnlich) in den Läden.
Wie schon Vol 1
ist auch dieser Sampler beim Frankfurter Label Local Records (D-Vertrieb:
Al!ve. CH-Vertrieb: RecRec, A-Vertrieb: Hoanzl) erschienen.
Musikalisch ähnlich gelagert wie Volume 1 wird Euch, wenn Ihr den
ersten
gemocht habt, auch die zweite CD überzeugen. Versprochen! Mit dabei:
Cali,
Romeo, Kana (Plantation), Tarmac, Mickey 3d, Paris Combo, Sanseverino.
Phonoboy, Florent Marchet, Nada Surf und vielen andere.
Den Sampler gibt es natürlich auch bei den Parties.
Gegenwärtig arbeiten Labelboss Christian Arndt und ich an Volume
3 des
Samplers. Die CD soll im September 2006 erscheinen.
In folgenden Städten gibt es die CDs auch in den von mir empfohlenen
Läden
zu erstehen – support your local record dealer!!
MÜNCHEN – Resonanz (Auenstrasse) und Optimal (Kolosseumstrasse)
BERLIN – Scratch (Zossener Strasse)
KONSTANZ – Studio 1 (Am Schnetztor)
3. Gewinnspiel
Vielen Dank für alle die beim letzten Gewinnspiel mitgemacht haben
und mir
Tipps für LeTour Vol 3 zugeschickt haben. Da waren einige anregende
Tipps
dabei und auch einige Tracks an die ich selbst bereits gedacht hatte.
Die Gewinner der Verlosung sind (wurden bereits benachrichtig! Viel Spass!)
Saian Supa Crew-CD: Heide Palmer
Katerine-CD: Fabienne Lion
Jeweils 1x2 freie Eintritte für 1 TOUR DE FRANCE Eurer Wahl: Daniel
Phillipon, Bettina Forst und Sabine Skrezchodel
Wie angekündigt, gibt es auch in nächster Zeit CDs und Eintritte
zu
gewinnen. Diesesmal verlose ich jeweils eine CD des jüngsten Albums
der
zweifachen Victoires-Gewinnerin Camille sowie ein Album des experimentellen
Klangforschers Nosfell. Dazu 3x2 Freitickets für die Tour-De-France-Parties.
Wer gewinnen möchte, schicke mir eine mail mit seinem/ihrem französischen
Lieblingssong überhaupt!
Einsendeschluss ist Freitag, 21. April. Die Gewinner werden benachrichtigt!
4. Neue Platten aus der französischen/francophonen Szene
Bikini Machine: Joue Dutronc (Lég’ère
Recordings/Our Distribution, VÖ: 17.
April 2005)
Zweites Album dieser wunderbaren Sixties-Surf-Combo, die sich hier einige
Hits der Sixties-Ikone Jacques Dutronc vorgenommen hat. Das Album erscheint
erst am 17. April beim neuen Hamburger Label Légère Recordings.
Ehe im
Herbst, ebenfalls bei Lègére, das reguläre Album der
Band erscheinen wird,
gibt es diese EP ergänzt um einige Bonustracks für den deutschen
Markt. So
richtig begeistert bin ich allerdings von den Neuinterpretationen der
Dutronc-Stücke nicht. Hier und dort streut man elektronisches Sperrfeuer
in
die Stücke, motzt das ein wenig elektronisch-modern auf, allerdings
gewinnt
man den Tracks nicht unbedingt neue Seiten ab. "Mini mini mini"
ist ganz
okay, der Kracher "Le responsable" bleibt auch sehr nah am Original.
Dieses
Stück habe in Sachen Dynamik allerdings schon besser gehört,
als es vor gut
15 Jahren von der grossartigen Genfer Rockband The Needles gecovert wurde
(findet sich auf der EP "Hey Mama", Sound Service CH). Besser
gefällt mir
die Beschleunigung bei "On nous cache tout, on nous dirt rien".
"Les Cactus"
wiederum ist zwar freier interpretiert, verliert durch die Verlangsamung
allerdings ein wenig an Kraft. Anyway, schlecht sind die Covers nicht.
Für
den deutschen Markt hat man den 8 Stücken der französischen
EP noch drei
Bonus-Tracks und 1 Video beigefügt, wobei der Bikini-Machine-eigene
Song
"Monkey Boom Boom Boogie" ein feiner Soul-Rock ist.
Emilie Simon: Végétal (Universal
Import)
Wenn man Emilie Simon als kleine Schwester Björks bezeichnet, tritt
man der
zierlichen 26jährigen Sängerin mit der mädchenhaften Ausstrahlung
sicherlich
nicht zu nahe. Ist das doch durchaus Kompliment gemeint. Mit ihrem auch
hierzulande vor zwei Jahren veröffentlichten Debüt sorgte sie
für
Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zu vielen der singenden französischen
Mädchen/Frauen ist Emilie Simon ein Allrundtalent. Die Absolventin
des
elitären "Institut de Recherche et Coordination Acoutique/Musique"
(Icram)
hat nicht nur die süsse, entzückende Stimme wie andere Kolleginnen,
sondern
ist Songwriterin, -Texterin, Produzentin, Soundengineering,
Instrrumentenbasterlin in einem. Auf dem Debüt hörten wir feine
Songs mit
elektronischen Rhythmen, etwas Dancefloor, TripHop, zappeligen D&B.
Live
bezauberte Emilie mit ihrer extravangen Bühnenkleidung und einer
fein
durchdachten Show. Grössere Bekanntheit erreicht sie übrigens
mit dem
Soundtrack zum Film "Die Reise der Pinguine".
"Végétal" nun ist ihr zweites Studioalbum und
macht dort weiter, wo das
Debüt aufgehört hat, wobei die Platte weit homogener wirkt,
als das Debüt,
wo doch einige Füllsongs verstreckt waren. Eine Art Konzeptalbum
hat sie nun
erschaffen, um den Charakter Alicia, halb Blume, halb Mädchen.
Anspruchsvoller Pop zwischen elektronischen Sounds und Klängen von
Flöte,
Cello oder Percussion. Atmosphärischen Tracks wie "Le vieil
amant" stehen
flottere Stücke wie "Dame de Lotus" oder das hitverdächtige
"Fleur de
saison" zur Seite. Gesungen wird in englisch und französisch.
Charmante
Platte.
Watcha Clan: Le Bastion (Vai la Bott/Mosaic
Distribution)
Marseille ist ein Schmelztiegel der Kulturen, ein dampfender, kochender
Bastard, in dessen Mauern sich fantastische Bands wie das Massilia Sound
System oder die Rapper IAM tummeln, die immer auch über den engen
Tellerrands der musikalischen Genres, ob Raggamuffin/Reggae (Massilia
Sound
System) oder HipHop (IAM) blicken. In Sachen Vielfalt ungeschlagen ist
der
vielköpfige Watcha-Clan, der Mittelmeer-Folk mit Drum & Bass,
HipHop mit
messerscharfen Gitarren, orientalisches mit Raggamuffin mixt, Dub mit
Punk
zusammenbringt. Nach dem sehr schönen Album "Nomades aka",
hat man sich nun
drei Jahre Zeit gelassen, ehe 2005 das dritte Werk "Le Bastion"
erschienen
ist. Nachdem der Clan Ende 2005 auch in deutschen Städten zu sehen
war,
wird diese feine Platte nun endlich auch hierzulande veröffentlicht.
Ihr
bisher bestes Album bringt auf "Heat Wave" zappelige D&B-Sounds
mit einem
orientalischen Akkordeon zusammen, kommt bei "La petera" spanisch
daher,
entführt uns nach Israel oder klingt bei "On est pas là
pour rigoler" nach
Balkan: wobei sich die Bläser à la Fanfare Ciocarlia prächtig
mit Sängerin
Sista Kas französichem Gesangt vertragen.
Françoise Hardy: Le temps des souvenirs
– Best Of (EMI)
Doppel-CD dieser französischen Popikone.
Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte Jahre habe ich Tausende von Interviews
mit Bands und Musikern geführt, darunter skurrile, seltsame, schräge,
lustige – eines ist mir bis heute das liebste geblieben: 1990 durfte
ich die
grosse Françoise Hardy in ihrem Haus mitten in Paris interviewen.
- Die
Hardy hatte sich damals komplett aus der Musik zurückgezogen, beschäftigte
sich nurmehr mit Astrologie und gab eigentlich keine Interviews. Vermittelt
über eine befreundete Journalistin und mit einem Trick (ich spannte
den
Popstar Etienne Daho für meine Zwecke ein) hat das damals trotzdem
geklappt. Ein sehr interessantes und auch sehr entspanntes Gespräch
mit
einer Musikerin, der .- erstaunlich – jegliche Starallüren
abgingen. Das
Interview hatte ich damals für den Schweizer Radiosender DRS 3, die
Sendung
"Sounds" gemacht. Die Druckversion wollte keine deutsche Zeitung,
ob Tages-
oder Musikzeitung haben, was nicht nur meinen fehlenden Kontakten geschuldet
war. Damals interessierte man sich in Deutschland wenig bis gar nicht
für
französsiche Musik. (Letztlich kam das Interview dann in der kleinen
Konstanzer Stadzeitung "Nebelhorn" zu Papier. Nachdem die Hardy
in den
Sechzigern auch hierzulande gross war – zahlreiche ihrer Stücke
auf deutsch
gesungen hat – entdeckte man sie erst wieder in den späten
Neunziger Jahren.
"Le temps de souvenirs" bringt insgesamt 41 Songs aus der 40jährigen
Karriere der Sängerin zusammen. Darunter grosse Hits aus der Frühzeit
wie
ihre Debütsingle "Tous les garçons et les filles",
"Mon amie le rose" und
das überirdisch schöne "Comment te dire adieu", das
ihr Serge Gainsbourg
geschrieben hatte. Aber auch weniger bekannte Tracks von einst und heute.
Das tolle "Et si je m`en vais avant toi" oder der Blues "Où
est-il".
Aber auch neue Stücke wie "Puisque vous partez en voyage",
das sie
gemeinsam mit ihrem Ehemann Jacques Dutronc, selbst eine lebende Legende
der
französischen Popszene, 2000, eingespielt hat oder die Stücke
"Grand hotel"
und "Tants de belles choses", vom gleichnamigen 2004er-Album.
Klar, dass
auch "Message Peronnels" nicht fehlt, die traurige Liebesgeschichte
von
1973, die vor einigen Jahren die wunderbare Isabelle Huppert in Chabrols
Film "8 Femmes" gesungen hat. Dazu gibt es englisch gesungenes
und eines
ihrer deutschen Stück "Träume".
Jane Birkin: Fictions (Virgin/EMI)
Hier meine Kritik aus der Kölner Musikzeitschrift „Spex“,
April-Heft)
"Je t`aime (moi non plus)". Mit dieser in Sex gegossenen, grandiosen
Stöhnhymne aus dem Jahre 1969 wird sie auch heute noch zuallererst
in
Verbindung gebracht: die Britin Jane Birkin, die in der damaligen Zeit
nicht
nur Frankreichs Pop-Ikone Serge Gainsbourg den Kopf verdreht hat. Mit
Gainsbourg lebte sie zusammen bis zu seinem Tod im Jahre 1991. Und trotz
eigener Anstrengungen in Sachen Pop-Chanson, sehen viele Kritiker in ihr
auch heute nichts weiter als die einstige Muse Gainsbourgs. Wenngleich
die
auch heute noch, mit fast 60 Jahren, erstaunlich mädchenhaft wirkende
Sängerin in jüngerer Zeit von Frankreichs junger Popelite und
internationalen French-Pop-Nerds wiederentdeckt wird. Nach den schönen
arabisch verzierten Gainsbourg-Adaptionen auf dem Live-Album "Arabesque",
war es vor allem das Duett-Werk "Rendez-vous" (2004), das der
Birkin grosse
Hipness zutrug. Eine illustre nationale und internationale Kollegenschar
–
von den jungen Indierockern Mickey 3d und der Kanadierin Feist über
alte
French-Pop-Hasen wie Etienne Daho und Alain Souchon bis hin zu echten
Ikonen
wie Françoise Hardy und Caetano Veloso, von Manu Chao bis Paolo
Conte und
Bryan Ferry – schrieb ihr damals die Songs und duettierte sich mit
ihr. Sehr
schön dokumentiert übrigens von auf dem Doku-"Spiel"-Film
"Rendez-vous avec
Jane" von Régis Roinsard, der unlängst auf DVD erschienen
ist.
Für "Ficitons" griffen nun wieder zahlreiche Freunde und
Bewunderer zur
Feder - gesungen werden die 12 Tracks allerdings von der Birkin selber.
Und
hier wie dort widerlegt sie all jene Kritiker, die sich über die
"limitierte
Stimme", diese fragile hohe Stimme dieser sympathischen Diva hermachen.
Natürlich ist sie keine Greco, keine Piaf. Trotzdem eine feine Sängerin,
was
sie hier bei Neil „Divine Comedy“ Hannons "Home"
zeigt oder beim hübschen
"La reine sans royaume" des jungen Franzosen Arthur H. Wie moderne
Kassiker
klingen "Living In Limbo" (von ihrem Produzenten, dem Kanadier
Gonzales) und
"Waterloo Station", das ihr Rufus Wainwright gewidmet hat. Mit
"Steal me a
dream" gibt es einen Song der Magic Numbers und der arabeske Dance-Pop
"Où
est la ville" stammt von Frankreichs Szene-Star Dominique A. Sanft
kuschelt
sie sich in "Sans toi", dieser vom südfranzösichen
Jungstar Cali
geschriebenen Liebeserklärung und verführerisch gibt sie sich
bei Beth
Gibbons "My secret". Coverversionen von Tom Waits, Kate Bush
und eine sehr
eigene Interpretation von Neil Youngs "Harvest" runden das ganze
ab.
Für die geschmack- und reizvollen Arrangements zeichnet übrigens
kein
Geringerer als Johnny Marr, der einstige Gitarrist und Co-Autor der Smiths,
verantwortlich. Thomas Bohnet
DAT Politiics: Wow Twist (Chicks On Speed
Records/Disko B/Hausmusik)
Das sechste Album der an sich experimentellen Electro-Band aus Lille,
DAT
Politics, "Wow Twist", erscheint wie der Vorgänger beim
Münchner Label der
Band Chicks On Speed. Wobei man sich diesesmal darauf versteift hat,
ordentlich zu nerven. Jedenfalls haben die ersten Post-Wave-Tracks mit
verfremdeten Gesang diesen Effekt auf mich. Nach dem ersten Stück
"Viper
Eyes" denkt man noch: schön, elektronisch verfremdeter Gesang
kann ja ganz
lustig sein, aber spätestens nach Track 2 nerven die Micky Mouse-Stimmen
dann nur noch doch . Stellenweise grauenhaft, das, wenn der Nintendo-Trash
zum Beispiel als "Dizzy Trip" daherkommt.
Various Artists: Monsieur Gainsbourg (Universal)
Angeblich wird dieser Sampler Mitte Mai auch in Deutschland erscheinen.
Da
das Teil aber schon auf dem Markt ist, hier ein paar Sätze dazu.
Anlässlich des 15ten Todestages unseres Helden Serge Gainsbourg,
haben sich
internationale Popgrössen daran gemacht, einige Hits des Meisters
neu
einzuspielen. Wobei das Resultat eher durchwachsen ist. Will sagen, nicht
alle Tracks sind besonders gelungen, wobei die guten Tracks die eher
mässigen überwiegen. Absolut gut finde ich das herrliche, englisch
gesungenes Cover von "Je suis venu te dire que je m`en vais":
Der Brite
Jarvis Cocker (Kopf der Pulp) hat das zusammen mit dem französischen
Frickler Kid Loco zu "I Just Came To Tell You That I`m Going"
gemacht. Auch
schön: die englische Version von Gainsbourgs Hit "Le Poinçonneur
des Lilas"
("Just A Man With A Job") von den Rakes. Wenn sich Brian Molko
zusammen
mit Françoise Hardy und Faultline über das "Requiem pour
un c", das hier zum
"Requiem for a jerk" wird hermacht, dann kommt das auch gut.
Weniger
gelungen, ist leider "Boy Toy" des von mir verehrten Marc Almond
mit Placebo
oder Placebos "Melody Nelson". Sehr fein: The Kills mit "I
call it art" La
chanson de slogan und besonders schön ist die englische Bearbeitung
von "Je
t`aime" von Cat Power mit Karen Elson. Auf Englisch und dann noch
von zwei
Frauen gesungen, gewinnnt diese legendäre Stöhnorgie. Sehr stivoll
auch
Marianne Faithful zusammen mit dem Reggae-Dub-Duo Sly & Robbie bei
Gainsbourgs legendärem Reggae "Lola Rastaquouere". Franz
Ferdinands
Co-Produktion mit Jane Birkin, "Sorry Angel", ist dagegen nicht
sooooo
spannend.
Sandrine Kiberlain: Manquait plus qu`ça....(Virgin/EMI,
19. Mai 2006)
Raphael: Caravane (Virgin/EMI, VÖ: ???)
Die schon vor einem Jahr in Frankreich erschienen wunderbare Platte der
Schauspielerin Sandrine Kiberlain, wird im Mai auch in Deutschland
veröffentlicht. Mehr dazu im nächsten Newsletter.
Der grosse Victoire-Sieger 2006 ist Raphael. Sein drittes Album "Caravane"
wird auch noch in den nächsten Wochen hierzulande veröffentlicht.
Nouvelle Vague: Bande A Part (PIAS, VÖ:
???)
Album Nummer zwei des Pariser Coverprojekts steht auch in den
Startlöchern.....wieder gibt es jede Menge New-Wave-Punk-Hits im
Bossa-Gewand. Leider ist Camille nicht mehr mit dabei, das tut dem ganzen
aber insgesamt keinen Abbruch..mehr später.....die ersten Livedaten
folgen....
Jüngst erschienen und hier schon vorgestellt:
Jeronimo: 12H33 (V2 Import)
Kid Chocolat: Zombi parti (Poor Records)
Dionysos: La Métamorphose de Mr Chat
(Universal import)
Anais: The Cheap Show (V2, Import)
Ana-M: Face ou pile (www.ana-m.com)
Blankass: Elliott (Warner Music, Import)
Jérémie Kisling: Le Ours (Naive/Import)
Kaptiv: Kaptiv (www.kaptiv.com <http://www.kaptiv.com>
)
Hyperclean: Hyperclean (Microbe/Warner, Import
Saian Supa Crew: Hold Up (Labels/ GermanyEMI)
Orange Blossom: Everything must change (NRW
Records/NRW Vertrieb)
Tetes Raides: Qu`est-ce qu`on s`fait chier
(NRW Records/NRW Vertrieb)
5. Franzosen-Acts live auf Tour
Einen schönen Überblick über die Konzerte französischer
und frankophoner
Acts bietet die Seite des Berliner Exportbüros:
www.french-music.org/concerts
Mini Moustache
Die Begeisterung für französischen Pop trägt hierzulande
Früchte: Mini
Moustache sind eine recht amüsante neue Rock-Pop-Band aus Deutschlands
Südwesten, genauer aus Mannheim. Infos unter www.minimoustache.de
.
Sympathischer, musikalisch gut gemachter französischer Disco-Rock
- La Boum
rockt. Was die feinen Phonoboy in Sachen Rock und Beat draufhaben, machen
diese Partyrocker mit Disco. Wobei auch die Bühnenpräsenz und
Entertainerqualitäten der Gruppe nichts zu wünschen übrig
lassen. So gesehen
gerade eben wieder bei ihrem Gastspiel am 10. März bei meiner Tour
de France
im Berliner Roten Salon, wo die Sechs das Haus ordentlich gerockt haben.
Am 5. Mai sind sie zu Gast bei unserer Jubiläumsparty – 6 Jahre
TOUR DE FRANCE – im Münchner Ampere im Oktober 2005 im Stuttgarter
Schocken,
als die Band vor meiner Tour de France den vollgepackten Laden begeistert
hat
"Disco Musique Française"-Tour 2006 mit Mini Moustache
05.05. München, Ampere, Auftritt im Rahmen der TOUR DE FRANCE, 6
Jahre Tour
de France in München!
Irie Revoltes
Französische Mulit-Kulti-Reggae-Band aus Heidelberg auf Tour. Mehr
Infos auf
www.irie-revoltes.colm
08.04. Lörrach-Altes Wasserwerk
09.04. Freiburg-KTS
10.04. Reutlingen-Café Nepomuk
12.04. München-Backstage
15.04. Berlin-Kato
16.04. Kiel-Alte Meierei
17.04. Hamburg-Hafenklang
19.04. Bremen-Schlachthof
20.04. Köln-Underground
21.04. Dortmund-FZW
29.04. Heidelberg-Karlsterbahnhof
Les Fils de Teuphu & Le Touffest Kretiennes
Eher schräger Chansonrock zwischen Rock, Folk, Punk, Cajun, Ska und
Funk
zweier sehr interessanter Bands. Hinter Le Touffes Kretiennes verbirgt
sich
eine Band bestehend aus Mitgliedern von Babylon Circus, Ogres de Barbak,
hdl
und Teuphu.
10.04. Wiesbaden-Schlachthof
Vermeulen
Junger Chansonnier aus der Nouvelle Chanson-Szene. Feines Debütalbum:
"Le
pianiste de transatlantique".
10.04. Saarbrücken-Bistrot Musique/GRosser Sendesaal des SR
Georges Moustaki
Der Altmeister mit einem exklusiven Konzert.
23.04. Potsdam-Nikolaisaal
Jaune Toujours
Die Belgier mischen Jazz, Rock, Dub, Balkanbeats mit Chanson. "Urban
und
traditionell" zugleich, schreibt Veranstalter Pink vom Schlachthof
Kassel.
Nach Aufritten mit den Babylon Circus und Ojos de Brujo kennt man die
Band
aus Brüssel, die nicht zuletzt wegen ihrer packenden Liveshows geschätzt
werden. Die sozialkritischen und poetischen Texte von Sänger Piet
Maris
ähneln denen der Les Hurlements d`Leo aus Bordeaux.
28.04. Kassel-Foyer der Sparkasse (Weltmusikfestival)
Loulou Djine
Chanson trifft auf den Orient, Jazz auf Balkan-Beats. Drei der fünf
Musiker
ovn Loulou Djine sind kroatischer Abstammung, insofern kommt der
Balkan-Bezug nicht von ungefährt. „Ein künsterlisches
Projekt von grosser
Ausstrahlung und einer Einzigartigkeit, die dem Klischée der "Russendisko
und der neuen Mode der Balkanmusik weit entfernt ist", schreibt "Le
Monde de
la musique" (Juli/August 2005).
03.05. Kassel-Kulturzentrum Schlachthof
Camille
Die Sängerin Camille – dem deutschen Publikum zuerst als eine
der Stimmen
des Pariser Projekts Nouvelle Vague bekannt – ist die Aufsteigerin
der
jüngeren Chanson-Szene. Sind Keren Ann, Françoiz Breut, etc
auch in
Frankreich nur einem eingeweihten Publikum bekannt, so hat Camille
inzwischen auch die breite Masse erreicht. Das mit einem keinesfalls
eingängigen und durchaus auch schrägen Songs. Jüngst hat
sie erst zwei der
begehrten Victoires, der französischen "Grammys" bekommen.
Im Mai ist
Camille erstmals auf grösserer Deutschland-Tour.
08.05. Karlsruhe, Tollhaus
09.05. Jena, Stadtkirche St. Nikolai
10.05. Darmstadt, Centralstation
12.05. Hamburg, Fabrik
13.05. Berlin, Glashaus
Les Cameleons
Ska-Rock, der französich und spanisch gesungen wird. Mehr auf
www.legrouplescameleons.free.fr
02.06. Hagen-KUZ Pelmke
Chansons et Violons
Timna Brauer und Elias Meiri Ensemble
Das Ehepaar Timna Brauer und Elias Meiri mischt Jazz mit Chanson, westliche
Klänge mit jüdische und arabischen Sounds. Mehr Infos auf
www.brauer-meiri.com
08.06. Wien-Musikverein
Vaguement La Jungle
Multikulti-Chanson-Folk-Rock zur WM...Mehr auf www.vaguementlajungle.com
15.06. Neuss-World Cup
16.06. Lünen-World Cup
17.06. Leverkusen-World Cup
18.06. Hagen-World Cup
19.06. Iserlohn-World Cup
Printemps de Bourges. Jubiläumsfestival
25.4.-1.5.
Das Festival Printemps de Bourges, eines der schönsten in Frankreich,
findet
dieses Jahr bereits zum 30sten Mal statt und bietet ein grandioses Programm.
Termin ist 25. April bis 1. Mai 2006. Wobvei das Jubiläumsfestival
mit
einem Wahnsinsprogramm aufwartet. Mit dabei sind u.a.: Am 26. April wird
mit
dem 3fachen Victoires-Gewinner RAPHAEL, einer der Aufsteiger der
französischen Pop-Chanson-Szene erwartet. Einen Tag später steigen
die alten
INDOCHINE in den Ring. Am selben Abend sind, nebenan, im Palais D`Auron
die
Sain Supa Crew zu sehen. Am 28. April teilen sich gleich zwei der zur
Zeit
angesagtesten Acts, MICKEY 3D und CALI die am 30. April spielen dann die
wiedervereinigten LOUISE ATTAQUE. Auch DIONYSOS, die in Bourges vor zwei
Jahren vor 5000 restlos ausflippenden Besuchern eine grandiose Show gebioten
haben, sind wieder da: am 29. April im grossen Zelt, im Phenix (dort im
Vrprrogramm: Katerine, Hush Puppies, deus).
Weiterhin mit dabei: Emilie Simon, Yann Tiersen, Bikini Machine,
Rhesus,Arthur H, Kultstar Higelin, Alexis HK, Joseph d`Anvers, Anais,
Pauline Croze, Anis, Mansfield TYA. Sowie eine Armada von SängerInnen
(von
Alain Chamfort bis Miossec, Katerine bis Helena, Anna Karina bis Mick
Harvey, die am 28. April in einer grossen Gala den grossen Serge Gainsbourg
ehren. „His Initials SG“ ist eine hommage mit Coverversionen.
Falls jemand von Euch dort ist, sehen wir uns vielleicht.
Alle Infos auf www.printemps-bourges.com
6. Sonstiges
ARTE "TRACKS" mit München-Frankreich-Special am 20. April.
Tote Hose herrscht seit längerem in Sachen anspruchsvollerer Rock-
und
Popmusik im deutschen Fernsehen vor. Nachdem auf MTV nur noch die gängige
Meterware abgenudelt wird, sich die öffentlich-rechtichen Sender
und die
Privaten entweder auf die Hitparaden-Dutzendware und /oder alten Scheiss
stürzen, kann man lediglich eine Sendung empfehlen, das Musikmagazin
"Tracks", das jeden Donnerstag gegen Mitternacht auf ARTE ausgestrahlt
wird.
Umso schöner, dass sich Tracks mit einem Beitrag des BR in seiner
Sendung am
20. April auch der "Franzosen-Musik-Szene" in München annimmt:
Gedreht wurde
u.a. bei unserer TOUR DE FRANCE-Party im Ampere. Zudem geht es um die
Compilatiions "LeTour" und "French Cuts" und die Münchner
Band "Phonoboy".
Die TOUR DE FRANCE in der Lindenstrasse
Einige von Euch wissen vielleicht, dass ich grosser Fan der TV-Serie
"Lindenstrasse" bin und seit 20 Jahren so gut wie keine Folge
der
wöchentlichen Serie verpasst habe! In der aktuellen Folge der Serie
von
gestern abend (wird in den einigen dritten Programmen noch mal wiederholt,
zB.Bayern 3 am Samstag, 11.50 Uhr, ) sprechen zwei der Darsteller über
die
TOUR DE FRANCE in die Muffathalle. Genauer: Klaus Beimer frage Momo
Sperling, ob er nächsten Freitag mit zur TOUR DE FRANCE in die Muffathalle
gehen würde....Nix grosses an sich, für mich als Fan allerdings
schon!
Grossen Dank an den Drehbuchautoren!
7. Playlist (nicht nur französisches)
Various Artists: Fehlfarben 26 ½.
Deutsche Acts von Blumfeld und Toccotronic
bis zu den Toten Hosen und Herbert Grönemeyer covern diese wichtige
deutsche
Band. Fehlfarbens 1980 erschienenes "Monarchie & Alltag"
ist eine der zehn
wichtigsten Alben der deutschen Popgeschichte, sag ich mal einfach so.
Kris Kristoferson: This Old Road.....starkes
Alterswerk des Countrysängers
und Filmstars...wird im Alter auch immer besser
Monochrome: èclat....deutscher Indierock
mit englischen
Texten...schrammeliger Gitarrencore
David Fridlung: Amateurism....solo des Sängers
der unterschätzten
norwegischen Band David & The Citizens
Isobel Campbell+Mark Lanegan: Ballad Of The
Broken Seas......die ehemalige
Belle-And-Sebastian-Sängerin und die fantastische Stimme der Screaming
Trees
zusammen als Gainsbourg-Birkin oder Hazlewood-Sinatra.
Billy Bragg: Volume 1 1981-1990......Englands
Proteststimme, der immer mehr
war als "nur" ein politischer Sänger......feine Box, enthät
die ersten 3
Alben und Bonus-CDs sowie den Sampler "The Internatonale" und
2 DVDs
Willard Grant Conspiracy: Let It Roll....grandiose
Band aus Boston...dunkler
Folk-Rock-noir mit Country und Rock...wieder ganz grosse Platte
Hefner:The Best Of 96-02....unterschätzte
britische Band,die zu ihrer Zeit
noch nicht den Brit-Bonus hatten, wie ihn all die überschätzten
jungen
Brit-Bands jetzt haben
Françoise Hardy: Best Of...siehe oben...gute
Zusammenstellung ihrer
Singles..siehe oeben
Jane Birkin: Fictions..wieder schöne
neue Songs..siehe oben
VA: Monsieur Gainsbourg..siehe oben
Jens Lekmann: You Get The Light...grosse
Gesten, grosse Gefühle aus
Schweden. Wer Divine Comedy, Marc Almond, etc mag, findet auch das hier
toll..
Neil Diamond: 12 Songs...produziert von Rick
Rubin, der auch schon Johnny
Cash zum Comeback verhlofen hatte. Wer die Cash-Songs von Amercian Recordings
mag, wird auch
das hier lieben!
VA: Cowboys in Scandinavia....Countrysongs
aus Skandinavien mit St. Thomas,
Christian Kjelvander, Matthias Helberg, Nicolai Dunger, sehr coole Sache
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Thomas Bohnet
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